Pflegeversicherung Tests
Die Württembergische hat ihren Testsieg aus Finanztest 5/2015 bestätigt und ist die beste private Pflegeversicherung. In einem Vergleich von n-tv im November 2015 erhielt der Anbieter eine Auszeichnung für das beste Pflege-Tagegeld. Für den Pflegeversicherung Test für das Jahr 2016 kooperierte der Nachrichtensender mit Franke & Bornberg und dem Deutschen Institut für Service-Qualität (DFSI). Getestet die Experten das Preis-Leistungs-Verhältnis von 40 Pflegeversicherungen. Für das laufende Jahr 2017 gibt es aktuell noch keine Testergebnisse.
N-TV stellte die besten Policen ohne staatliche Förderung sowie mit einem Zuschuss von fünf Euro pro Monat (Pflege-Bahr) vor. Deutlich höhere Leistungen halten die ungeförderten Produkte bereit: Bei diesem klassischen Pflegetagegeld sicherte sich die Württembergische den ersten Platz mit 92,2 von 100 maximal möglichen Punkten. Nur hauchdünn dahinter liegt die HanseMerkur. Den dritten Rang teilen sich punktgleich die DFV sowie Domcura. Unter den neun weiteren sehr guten Anbietern befinden sich auch prominenten Namen wie die Axa und Allianz, die auch in anderen Tests zur Pflegeversicherung überzeugten.
Beim Pflege-Bahr wurden deutlich weniger Anbieter mit der Note sehr gut ausgezeichnet. Hier haben die Central und Envivas gemeinsam mit 93,3 Zählern die Nase vorn. Die Arag liegt auf dem dritten Platz nur knapp zurück. Weiterhin können sich auch die Pflege-Bahr-Produkte der Barmenia, DEVK und Allianz mit der Note eins empfehlen. Verbraucherschützer legen die Produkte mit staatlicher Förderung vor allem Senioren und chronisch erkrankten Personen nahe.
Private Pflegeversicherungen im Test 5/2015: Württembergische überzeugt
Private Pflegeversicherungen haben sich im letzten Test bewährt. Die Zeitschrift Finanztest stellt den Pflegeversicherungen insgesamt ein gutes Zeugnis aus. Kein Angebot wurde schlechter als befriedigend eingestuft.
- Beste private Pflegeversicherungen im Test 5/2015 ist die Württembergische, falls keine gesetzliche Förderung in Anspruch genommen wird. Kombiniert mit staatlichen Zuschüssen belegen die DFV und Hanse Merkur den Spitzenplatz.
Die Beiträge zur privaten Pflegeversicherungen sind anders als bei anderen freiwilligen Policen innerhalb einer Altersgruppe einheitlich. Im Vergleich zu den Pflegekosten erscheint die monatliche Belastung mit maximal 93 Euro gering. Zwar wurde die gesetzliche Pflegeversicherung nachgebessert, jedoch reichen die Mittel nach wie vor nicht aus, um die „Pflegelücke“ zu schließen. Insbesondere, wer in seinem gewohnten Umfeld für einen Angehörigen sorgt, muss tief in die eigene Tasche greifen. Für die Betreuung im Heim hat sich die finanzielle Lücke jedoch deutlich verringert. Dennoch attestieren die Finanzexperten, dass es sich in beiden Fällen auszahlt, eine zusätzliche private Pflegeversicherung abzuschließen. Anders verhält es sich beim staatlich subventionierten Pflege-Bahr, der nach Meinung der Experten weniger zu empfehlen ist. privatepflegeversicherungen.org stellt in diesem Beitrag den Test 5/2015 der privaten Pflegeversicherungen ausführlich vor.
Private Pflegeversicherungen schließen Lücke zur gesetzlichen Pflegeversicherung
Der Gesetzgeber hat sich in den letzten Jahren ausführlich mit der Pflegebedürftigkeit im Alter auseinandergesetzt. Mit dem Neuausrichtungs-Gesetz von 2012 sollten insbesondere Demenzkranke besser unterstützt werden sowie neue Formen wie etwa Pflege-Wohngemeinschaften gefördert werden. Mit den Pflegestärkungsgesetzen I und II soll nun Schritt für Schritt die Anerkennung der Pflegebedürftigkeit vereinfacht und verbessert werden. Finanztest, die im übrigen von der Stiftung Warentest herausgegeben wird, hat erste Erfolge ausgemacht. So ist die Pflegelücke in einigen Fällen kleiner geworden. Wie hoch der Bedarf für die Versorgung im Einzelnen ist, hängt dabei mit der Pflegestufe und dem Unterbringungsort zusammen. So beziffern die Experten das finanzielle Loch bei einer Heimbetreuung auf monatliche 755 Euro in der ersten, 980 Euro in der zweiten und 1.285 Euro in der dritten Pflegestufe. Finanziell gesehen lohnt sich die Pflege zu Hause nur bei einer vergleichsweise geringen Beeinträchtigung. In der ersten Pflegestufe muss der Betroffene beziehungsweise die Familie 540 Euro aus eigener Tasche aufbringen. Mit 1.295 Euro steigt der Bedarf in der zweiten Pflestufe erheblich an. Die Heimpflege in der dritten Pflegestufe ist mit monatlichen Kosten von 2.365 Euro kaum bezahlbar.
Wenn die Rente sowie die Geldreserven nicht für die Deckung der Pflegekosten ausreicht, muss das Sozialamt aufkommen. Kinder oder Schwiegerkinder der pflegebedürftigen Person können von der Institution an den Kosten beteiligt werden. Die Belastung für den Nachwuchs darf jedoch nicht dazu führen, dass dessen Lebensstandard nicht aufrechterhalten werden kann. Bei einem äußerst niedrigen Einkommen muss ein (Schwieger)Kind nicht für sein Elternteil aufkommen. Verdient das Paar jeweils 2.000 Euro netto, müssen insgesamt 209 Euro für die Pflege bezahlt werden. Bei Gutverdienern, die beide auf 4.000 Euro netto kommen, sind es 1.309 Euro.
Um die Pflegekosten zu senken, können bei der gesetzlichen oder privaten Pflegeversicherung Zuschüsse beantragt werden. Viele Alltagshilfen für den Kleidungswechsel oder zum Duschen können von dem medizinischen Dienst des Versichers ausgeliehen werden. Auch die barrierefreie Sanierung der Wohnung wird teilweise übernommen. Für Gegenstände, die nur einmal gebraucht werden wie beispielsweise Pflegehandschuhe, gibt es eine monatliche Unterstützung von bis zu 40 Euro.
88 Private Pflegeversicherungen im Test 5/2015: Kosten von 51 bis 93 Euro
Darüber hinaus kann der Abschluss einer privaten Pflegeversicherung dabei helfen, dass der Verbraucher auch im Alter selbstbestimmt leben und versorgt werden kann. Die monatlichen Kosten der insgesamt 88 privaten Pflegeversicherungen aus dem Test halten sich im Vergleich zu den tatsächlichen Aufwendungen für Pflegemaßnahmen in Grenzen. Genau unter die Lupe genommen wurden sowohl ungeförderte Tarife als auch Kombinationen mit staatlicher Förderung. Ein 45-jähriger Musterkunde zahlt zwischen 51 und 61 Euro. Günstigster Anbieter ist die DFV. Für einen 55-jährigen Versicherungsnehmer beträgt die Belastung der freiwilligen Police zwischen 79 Euro bei der Concordia und 93 Euro beim teuersten Unternehmen.
Neben den Prämien überzeugten die privaten Pflegeversicherungen im Test aber auch durch ein hohes Leistungsniveau. Der überwiegende Teil der Versicherer wurde als gut eingestuft. Kein Unternehmen schnitt in der Bewertung der Finanztest schlechter als 3,1 ab.
Württembergische beste private Pflegeversicherung ohne Förderung
Als klarer Testsieger der ungeförderten privaten Pflegeversicherungen zeichnete sich die Württembergische aus. Der Tarif PPTU des Unternehmens setzte sich in beiden Altersklassen an die Spitze. Für 45-Jährige ist das Angebot mit einer sehr guten Bewertung von 1,2 besonders empfehlenswert. Aber auch 55-Jährige fiel das Qualitätsurteil mit 1,5 sehr gut aus. Die Kosten für den überdurchschnittlichen Schutz sind mit 55 beziehungsweise 87 Euro handelsüblich. Mit ausschlaggebend für die positve Bewertung sind die verbraucherfreundlichen Vertragsbedingungen, die bei den anderen guten Unternehmen ansonsten nur bei der UKV und der Bayerischen Beamtenkrankenkasse gleichwertig sind. Zweitplatziert ist jeweils die Hanse Merkur, dessen PA-Tarif bei der jüngeren Altersgruppe mit 1,4 und einem Beitrag von 56 Euro ebenfalls eine sehr gute Bewertung erhielt. Für Mitfünfziger kostet der Schutz 87 Euro und wurde als gut (1,6) bewertet. Im Test 5/2015 der privaten Pflegeversicherungen ohne Förderung schob sich die Allianz jeweils auf den dritten Rang. Die Tester stuften die Angebote PZTB03, PZTA 03 und PZTE 03 in beiden Fällen als gut (1,6 sowie 1,7) ein.
Private Pflegeversicherungen mit Förderung: DFV und Hanse Merkur im Test vorn
Auch bei den Pflegeversicherungen, die zusätzlich staatlich gefördert werden, bestätigte die Hanse Merkur ihr gutes Ergebnis. Bei der Analyse für 45-jährige Versicherungsnehmer verpasste das Unternehmen nur hauchdünn den ersten Rang. Die Tarife PA und PB wurden insgesamt mit sehr gut (1,4) bewertet und fielen nur wegen leicht schlechterer Vertragsbedingungen hinter den Testsieger zurück. So ist es nicht möglich, sich im Leistungsfall von den Beiträgen befreien zu lassen. Diese Möglichkeit ist in der DFV Deutschland-Pflege Ergänzungsabdeckung und DFV FörderPflege vorhanden. Ebenfalls mit einer sehr guten Bewertung (1,4) gewann die DFV daher den Test 5/2015 für kombinierte Pflegeversicherungen. Für ältere Versicherungsnehmer ist das Niveau der Testsieger ein wenig schlechter als bei den ungeförderten Tarifen: Der Testsieger Hanse Merkur erzielte mit 1,7 „nur“ eine gute Bewertung, gefolgt von der Huk-Coburg. Dessen Angebot PT Premium und PTS Plus wurde mit 1,8 benotet. In der Breite schneiden die privaten Pflegeversicherungen mit einem staatlichen Zuschuss von fünf Euro im Monat ein wenig besser ab als die ungeförderten Produkte.
Pflege-Bahr: Staatlich geförderte Pflegeversicherung fällt im Test durch
Auch der nach dem ehemaligen Minister benannte staatlich geförderte Tarif Pflege-Bahr wurde ausführlich untersucht. Im Ergebnis stellt die Finanztest fest, dass sich das 2013 gesetzlich eingeführte Angebot nur für Menschen eignet, die bei anderen Versicherern wegen Vorerkrankungen abgelehnt werden. Niemandem darf der Zugang zum Pflege-Bahr verweigert werden.
Neben der staatlichen Subventionierung muss ein Eigenbeitrag gestemmt werden, der anders als bei den anderen privaten Pflegeversicherungen stark schwankt. Ein 45-Jähriger zahlt etwa zwischen 10 bis 32 Euro im Monat, die tatsächlichen Leistungen im Alter reichen jedoch nicht aus, um für alle Pflegekosten aufzukommen. Den höchsten Leistungsumfang in dieser Altersklasse haben Pax und Huk Coburg, die später für einen Pflegebedürftigen der dritten Stufe bis zu 1150 Euro erstatten.
Für ältere Versicherungsnehmer kann der Pflege-Bahr sinnvoller sein. Auch im Alter gibt es noch günstige Tarife für 26 Euro im Monat, welche die Pflegelücke jedoch ebenso wenig komplett schließen können. Der umfassendste Schutz, der für die Pflegestufe III einen Zuschuss von 1.882 Euro garantiert, wird von der Central angeboten und kostet 98 Euro im Monat.